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Große Marienkirche Lippstadt

Energetische Sanierung weiter gedacht

Lichtplaner

Maximilien Piltz, Lightmosphere

Energetische Sanierung weiter gedacht

Die evangelische Große Marienkirche ist ein denkmalgeschützter gotischer Sakralbau im Herzen von Lippstadt.
2021 wurde die Kirche für zwei Jahre geschlossen, um die Gewölbemalereien aus dem 16. Jahrhundert zu restaurieren und den Chor mit der Sakristei, den nördlichen und südlichen Durchgang, das Querhaus und das Langhaus von Grund auf zu sanieren. Dabei sollte auch die gesamte Gebäudetechnik mit Kabelführungen, Lautsprechern, Netzwerkdosen und Beleuchtung erneuert werden.
Es war der Wunsch, bei der Umstellung der Beleuchtung auf LED die bestehenden stabförmigen Leuchten im Kirchenschiff zu erhalten. Die formal stark reduzierten Lichtstäbe stehen nicht nur in einem spannenden Kontrast zu den geschwungenen gotischen Bögen, sondern auch zu den aufwändig restaurierten Messing-Leuchtern im Kirchenschiff.
Im Gegensatz zu herkömmlichen energetischen Sanierungen, bei denen die Einsparung von Energiekosten im Mittelpunkt steht, bezieht die Erhaltung von bestehenden Lichtanlagen die Kosten und Emissionen für eine neue Anlage in die Gesamtkalkulkation mit ein. So wurden in Lippstadt die Leuchten technisch entkernt und mit neuen Leuchtmitteln, Vorschaltgeräten und Steuerungstechnik versehen.
Die Kosten der Sanierung wurden reduziert und die Zeit bis zur Amortisierung der Umrüstung konnte verkürzt werden.